Lohnt sich die Investition in internes Marketing?
Laut der Theorie von Philip Kotler, einem der Wegbereiter und bekanntesten Autoren im Bereich Marketingmanagement, sollte die Strategie eines Unternehmens auf angemessene Weise auch dem internen Kunden, also allen Mitarbeitenden, vermittelt werden. Internes Marketing bzw. interne- Kommunikation können dabei ganz unterschiedlich interpretiert werden – insbesondere, da das Marketing selbst ein sehr weit gefasster Begriff ist, der im Allgemeinen als umfassende Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens verstanden wird, während Kommunikation wiederum den reinen Informationsaustausch bezeichnet. Im Mittelpunkt steht jedoch die Synergie dieser beiden Begriffe zur Umsetzung einer wirksamen Kommunikationsstrategie innerhalb der Organisation.
Die interne Kommunikation in einem Unternehmen ist ein komplexer Prozess, der ständiger Überwachung, Planung, gezielter Maßnahmen und Optimierung bedarf. Diese Komplexität ergibt sich aus der ständigen Beteiligung beider Seiten – der Organisation und der Mitarbeitenden – an der Umsetzung interner Marketingmaßnahmen.
Einerseits gibt es den Sender von Botschaften, andererseits den Empfänger. Diese Rollen sollten jedoch austauschbar sein, denn beide Seiten müssen sowohl Sender als auch Empfänger der übermittelten Informationen sein. Eine regelmäßige Überprüfung hilft dabei, die Reaktionen der Mitarbeitenden zu analysieren – ob die interne Kommunikation effektiv umgesetzt wird und ob die vermittelten Inhalte überhaupt relevant und nützlich sind.
Ziele des internen Marketings. Internes profitables Marketing braucht Zeit und Ressourcen
Marketing innerhalb eines Unternehmens erfordert ohne Zweifel Zeitaufwand und ein entsprechendes Budget. Der entscheidende Faktor sind jedoch die Menschen selbst. Ohne ihr aktives Mitwirken lässt sich keine noch so durchdachte Strategie umsetzen. Motivationssysteme im Unternehmen sind ein zentraler Bestandteil des internen Marketings – und in diese sollte aktiv investiert werden.
Am effektivsten ist dies, wenn es auf mehreren Ebenen geschieht – zum Beispiel durch finanzielle Anreize wie Prämien für klar definierte Aufgaben oder das Erreichen bestimmter Ziele. Auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes spielt eine große Rolle. Da jede Person unterschiedliche Bedürfnisse hat, ist es wichtig, zuzuhören und auf individuelle Anforderungen einzugehen. Das verbessert nicht nur die gegenseitige Kommunikation, sondern auch das Arbeitsklima insgesamt.
Erfolgreiches internes Marketing. Marketing und Unternehmensprozesse
Ohne intern wirkende Marketingmaßnahmen geraten viele Unternehmensprozesse ins Stocken. Dabei geht es nicht nur um die interne Kommunikation selbst, sondern auch um Aspekte wie Identifikation mit dem Unternehmen oder das Verständnis der eigenen Rolle im Markt. Es ist hilfreich, über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert zu sein, sich mit Kolleginnen und Kollegen zu identifizieren und ein Wir-Gefühl zu entwickeln.
Höhere Motivation wirkt sich positiv auf die Arbeitsergebnisse aus, fördert eine bessere Kommunikation innerhalb der Organisation und beeinflusst letztlich auch das Image des Unternehmens nach außen. Es lohnt sich daher definitiv, genauso in internes wie in externes Marketing zu investieren – vorausgesetzt, es gibt eine klare Strategie und einen konsequenten Umsetzungsplan. Einfach ist das nicht – aber der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Umsetzung sind wir selbst.
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Externes und Internes Marketing
Internes Marketing ist weit mehr als ein Schlagwort – es ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für moderne Unternehmen. Laut Gabler Wirtschaftslexikon umfasst das Konzept des internen Marketings gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation und Bindung, um die Erreichung der Unternehmensziele aktiv zu unterstützen.
Ein einheitlich verstandenes internes Marketing fungiert als Schnittstelle zwischen Marketing- und Personalmanagement. Es stellt sicher, dass Mitarbeitende – insbesondere jene mit direktem Kundenkontakt – die Marketingstrategie und Werte des Unternehmens mittragen und nach außen transportieren. Die Planung des internen Marketings ist daher ein essenzieller Teil einer erfolgreichen, ganzheitlichen Unternehmensstrategie.
Im Gegensatz zur externen Marketingstrategie, die sich an Kunden richtet, zielt internes Marketing auf die eigenen Mitarbeitenden ab. Es hilft, Ängste der Mitarbeiter zu erkennen, zu adressieren und Vertrauen zu schaffen. Schulungen, transparente Kommunikation und mitarbeiterorientierte Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.
Denn nur wer intern überzeugt ist, kann extern glaubwürdig auftreten. Die systematische Optimierung unternehmensinterner Prozesse wirkt sich direkt auf die Servicequalität und somit auf die Kundenzufriedenheit aus. Studien belegen, dass ein hoher Grad an Mitarbeiterzufriedenheit einen positiven Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat – und damit auf den gesamten Unternehmenserfolg.
Fazit: Internes Marketing ist ein strategisches Instrument, das nicht nur zur Mitarbeiterbindung, sondern auch zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und zur Erfüllung der Unternehmensziele beiträgt. Wer Mitarbeitende stärkt, stärkt das ganze Unternehmen.



